LA Virtua Pro Wrestling Alliance: Spieler gesucht!

November 6, 2006 at 10:10 | In Allgemeines | Leave a Comment
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Es ist soweit. Eine hoffnungsfrohe e-Wrestling-Liga sucht Mitspieler. Wrestling-interessiert oder sogar -Fan? Dann bitte hier entlang zur LA Virtua Pro Wrestling Alliance!

Coming soon

November 5, 2006 at 7:45 | In Allgemeines | Leave a Comment
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TV Pro Wrestling

November 2, 2006 at 7:55 | In Allgemeines | Leave a Comment
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Move-by-move-Wrestlingspiele gibt es viele. Es gibt Regeln, die eher in die Rollenspielrichtung gehen (wie etwa das alte WWF-Spiel, Ringmaster, das hochkomplexe Kayfabe oder auch WWE: Know Your Role), und es gibt Wrestling-Brettspiele (wie etwa Superstar Pro Wrestling oder Wrestlefest).

Der Unterschied zwischen den Wrestling-Rollenspielen und den Brettspielen (die bis au Wrestlefest gar keine Spielbretter haben) liegt in der Begrenzung der Möglichkeiten: Im Rollenspiel ist die Auswahl der Moves nur durch die Fantasie des Spielers begrenzt, während im Brettspiel klare Vorgaben (meistens durch Würfellisten) gegeben werden. Nun kann eine Interpretation eines Würfelergebnisses durchaus reizvoll, und eine solche Begrenzung der verfügbaren Optionen der Fantasie sehr zuträglich sein.

TV Pro Wrestling von Downey Games ist ein hervorragendes Wrestling-Brettspiel. Es ist ein typisches Move-by-Move-Spiel, in dem der Spieler würfelt, um zu sehen, welche Technik sein Wrestler ausführt. Die Mechanik allerdings ist wirklich gut und ermöglicht schnelles, actiongeladenes Spiel, das auch ein Spieler alleine als Solitaire gestalten kann.

Bemerkenswerte Features bei PTW: Die Wrestler sind in verschiedene Kampfstile eingeteilt, Highflyer, Plodder (Powerhouse), Allrounder, Brawler und Technicians. Ein Würfelwurf entscheidet, ob der Wrestler eine für seinen Kampfstil typische Aktion anwendet (20 Techniken stehen hier zu Auswahl), ob er einen sogenannten Two-Pointer macht, also eine Spezialtechnik, die typisch für ihn persönlich ist (hier hat jeder Wrestler im Schnitt sechs zur Auswahl), oder ob er einen High Spot gelandet hat, also ein besonders aufsehenerregendes Manöver (hier wiederum stehen insgesamt 40 Techniken zur Auswahl, abhängig davon, ob der Gegner bereits erschöpft ist oder nicht). Und das Beste: Die Regeln erschaffen wrestling-typische Storylines, ohne komplizierte Zusatzregeln.

Die Regeln schaffen ein stimmiges, dem Original in nichts nachstehendes Erlebnis. Dabei ist es sowohl möglich, dass ein astreines Squash Match, aber auch ein spannungsgeladenes Match mit diversen High Spots und Kick Outs gespielt wird.

Der Autor der überarbeiteten Version, Jeff Downey, bietet diverse Download-Pakete an, die alle wichtigen Wrestler saisonabhängig bewerten. Und wer will, kann sich die gute alte (1980er) Zeit des Wrestlings in Form von Zusatzpaketen runterladen. Unbedingte Empfehlung.

Juli 15, 2006 at 3:18 | In Allgemeines | Leave a Comment
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Hier ein Beispielmatch. Es treten gegeneinander an:
Die Hardcore-Legenden Abdullah the Butcher (Bild)

und Mick Foley, auch bekannt als Cactus Jack oder Mankind (Bild).

Die Matchart ist ein Barbed Wire Match, also ein Kampf, in dem die Ringpfosten mit Stacheldraht umwickelt sind.

Abdullah the Butcher übernimmt gleich zu Anfang die Führung des Matches. Ohne zu zögern, lässt er mit einem Whip-in Mick Foley in die Seile, setzt nach und versucht, Foleys Gesicht über den mit Stacheldraht überzogenen Ringpfosten zu drücken. Doch Foley widersetzt sich geschickt, dreht sich zur Seite, um der drohenden Verletzung zu entgehen.

Abdullah setzt nach, entschlossen. Wieder greift er zur selben Technik, und diesmal ist Foley zu langsam. Mit schmerzhaft verzerrtem Gesicht weicht er vom Ringpfosten zurück, mit den Händen seine Augen bedeckend. Ein Aufschrei geht durch die Menge. Mick Foley wirkt orientierungslos. Kann er überhaupt irgendetwas sehen? Es wirkt nicht so. Abdullah bearbeitet ihn mit schnellen Punches, Foley kann keinen nennenswerten Widerstand bieten, wird von den mächtigen Treffern seines Gegenübers durch den Ring getrieben.

Abdullah setzt auf den schnellen Sieg und wirft Foley wieder in die Seile. Normalerweise ist das Foleys Gebiet, die Seile sind sein Werkzeug. Doch nicht heute. Abdullah drischt Foleys Gesicht mit erbarmungsloser Härte auf den Stacheldraht-Pfosten, einmal, zweimal. Foley schreit, reißt seinen Kopf vom Ringpfosten zurück und zieht einen Bogen aus Blut hinter sich her. Die Menge tobt. „Foley! Foley“-Schreie tönen durch die Convention Hall. Doch die flehentlichen Rufe können ihn nicht erreichen. Hilflos stolpert er durch den Ring, während ihn Abdullah mit gezielten Tritten ins Gesicht immer härter bearbeitet. Foley versucht, sich von Abdullah wegzubewegen, er kann ganz offensichtlich seit dem Treffer mit dem Stacheldraht nichts mehr sehen. The Butcher stürmt vor und nimmt ihn in einen Side Headlock, doch Foley dreht sich raus und setzt zu einem Sideslam an! Tausende von Menschen sind auf den Beinen, Jubel in der Halle. Foley bringt Abdullahs 150 Kilo hoch, aber der streckt seinen Rücken gerade durch – und neutralisiert so Foleys Angriff. Foley setzt ihn ab und… grinst sein zahnlosen Grinsen in die Menge, den Daumen hoch!

Er kann wieder sehen! Unter Beifall wehrt er einen mächtigen Faustschlag seines Gegners ab, geht selbst in die Seile, kommt zurück und drischt Abdullah mit einer sauber gezogenen Clothesline über das oberste Ringseil nach außen. Der Drei-Zentner-Mann schlägt hart auf dem Mattenboden vor dem Ring auf.

Foley feiert, und die gesamte Halle mit ihm. Referee Honest Sam fängt mit dem Count-out an. 1…2…3…4…5…6… und Abdullah steht auf, er wuchtet sich hoch, schwerfällig, aber er kommt hoch! Und rollt sich zurück in den Ring! Was für ein Comeback!

Dort empfängt in Foley mit einem Elbow Drop. Den beantwortet Abdullah mit einem Headlock. Foley will gerade seine Mandible Claw ansetzen, doch Abdullah ist schneller, schleudert ihn in die Ringecke und springt mit einem Plunge nach, drückt ihm mit seinem vollen Gewicht die Luft aus den Lungen. Foley geht zu Boden. Abdullah zieht ihn an den Haaren in die Ringmitte und covert ihn. Ref Honest Sam zählt bis zur 3, dann ist der Kampf zu Ende.

Wrestling: Tabletop Sports hat sie alle

Juli 15, 2006 at 11:19 | In Allgemeines | Leave a Comment
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Tabletop-Sports.com hat alle Files (bis auf das PJ) zum kostenlose Download bereit.
Und zwar mit allen Cards, die erschienen sind: die Stars der 1980er, WWF, NWA, Smoky Mountain Wrestling, alles. Außerdem aktuelle Wrestler.

Runterziehen, ausdrucken, loswresteln.

Superstar Pro Wrestling

Blast from the Past part 2: More SPW goodness

Juli 15, 2006 at 10:43 | In Allgemeines | 2 Comments
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Gute Spiele sterben nicht. Das bewahrheitete sich wieder einmal vor zwei Tagen. Da schickte mir PJ, ein Mann aus einem nicht näher benamten Bundesstaat in den Vereinigten Staaten, eine Excel-Datei zu. Inhalt: zusammengefaßt 245 Seiten Material für Superstar Pro Wrestling.

Es ist unglaublich. Da sitzen sich Wrestling-Fans hin und schreiben mehr als 240 Seiten kompetentes Material für ein Spiel, das seit 20 Jahren nicht mehr verlegt wird. Und mehr noch: PJ und seine Freunde haben sogar einige neue, sehr einfache Regeln hinzugefügt, die das typische Wrestling-Gefühl, das sich bei SPW einstellt, noch intensiver machen. Geniale neue Regel: die sogenannte Attitude-Tabelle. Hier kann man die typischen, nicht unbedingt regelkonformen Aktionen eines Wrestlers zusammenfassen. Und ganz nebenbei schafft diese Änderung ein größeres Arsenal an Techniken, die einem Wrestler zur Verfügung stehen (im Schnitt ungefähr 25 Moves). Und trotzdem braucht der Spieler nicht zu überlegen, der Spielfluß bleibt erhalten.

Klar, Superstar Pro Wrestling ist kein Spiel für Taktiker. SPW ist für Leute geschrieben worden, die Spaß am Wrestling haben, die ein gut gepacetes Match schätzen und denen es vor allem drauf ankommt, eine geile Wrestlinggeschichte zu erzählen. Alles das ist möglich mit SPW.

Aber lassen Sie mich nochmal auf PJ zurückkommen, unseren Mann aus den USA. In seinem Excel-File sind feine Leckereien aus dem Wrestling verpackt. Als da wären:

Grudge Matches

* Royal Rumble-Regeln
* Buried Alive Match
* Sandinista Death Match
* Out of Ring Action
* Scaffold Match
* Barbed Wire Match
* Hell in a Cell Match
* Singapore Cane Match
* Stairway to Hell Match
* First Blood Match
* Texas Death Match
* Barbed Wire Steel Cage Match
* Streetfight Match
* Parking Lot Brawl
* Brass Knuckles Match
* Lumberjack Match
* Hardcore Match
* Steel Cage Match
* Ladder Match
* Elimination Chamber Match
* TLC Match

Wrestler Action Cards:

* NWATNA Wrestlers
* WWE Wrestler (der gesamter Roster)
* 20+ Manager

Wildcards

Ähnlich den alten Whimsy Cards von Lion Rampant bringen diese Karten neue Drehs in die Storylines.

Attitude Charts

Ein Wrestler hat typische Moves und typische Verhaltensweisen. Und natürlich Techniken, die er außerhalb des Rings gerne seinen Widersachern angedeihen läßt. Die Attitude Chart kommt ins Spiel, wenn ein Spieler ein „2″ würfelt. Dann verlagert sich das Geschehen nach außerhalb des Rings.

Neue Regeln

* Die alte „Disqualification (DQ)“ wird zur „Opponent DQ“ (ODQ). Zusätzlich gibt es bei manchen Attitude Charts die Möglichkeit, dass der attackierende Wrestler selbst disqualifiziert wird (DQ), oder dass der Referee beide Wrestler disqualifiziert (Double DQ, DDQ)
* Die alten Regeln für Blut wurden verbessert. Wenn eine Technik ein „Draw Blood“ enthält, sollte der Spieler mit 2W6 nicht innerhalb seiner Draw Blood (DB) Rating würfeln. Wenn er das macht, wurde sein Wrestler blutig geschlagen. Dies macht auch First Blood Matches möglich.
* Die Tag Teams haben endlich eine Tag Team Specialty bekommen.

Phänomenal ist immer noch der Spielfluß. Ich habe vor kurzem ein Cage Match gespielt, das in der Spielweltzeit 24 Minuten dauerte. Wir hatten es in ungefähr 15-20 Minuten durch. Mehr Druck und geballte Action geht nicht.

Blast from the Past: Superstar Pro Wrestling

Juli 11, 2006 at 10:55 | In Allgemeines | Leave a Comment
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Das Cover von SPWPosted by Picasa

Wrestling. Für mich eine langjährige Liebe. Keine fanatische Fixierung, sondern eine Liebe mit Unterbrechungen, Höhen und Tiefen. Wrestling ist für mich das, was es von den Produzenten aus sein soll: gute Unterhaltung, eine Art Soap mit akrobatischen Kampfeinlagen. Frei heraus: Mir gefällt es, und das seit langen Jahren.

Vor ungefähr einem Jahrzehnt spielten Freunde von mir und ich eine stark modifizierte Version des WWF-Rollenspiels. Es war im Urzustand ein monströses Gebilde, viel zu langsam, viel zu simulationslastig — unspielbar. Erst massive Eingriffe ins Regelwerk brachten den erwünschten Schwung, doch immer noch war es sehr aufwendig.

Danach schrieb ich ein System, das den Freefight-Zirkus simulierte, USFA (Universal Street Fighting Association). Wir spielten es jahrelang, hatten wie auch beim WWF-Spiel eine eigene Liga. Doch das beendete Studium, Umzüge und Arbeitsleben forderten ihren Tribut. USFA schlief ein.

Einige wenige Male spielte ich noch Kayfabe, ebenfalls ein Wrestling-Rollenspiel. Kayfabe legte Wert auf beide Seiten der Medaille: Der Spieler war Booker und Wrestler in einem. Hinter den Kulissen wurde um Spotlight-Zeiten gefeilscht und intrigiert. Und in Kayfabe waren, wie im echten Wrestling, die Kampfausgänge vorherbestimmt. Das war reizvoll — eine Weile. Danach vermisste ich die Naivität, das Unwissen, die kindliche Freiheit und Unbelastetheit, die wir zu WWF-Spiel-Zeiten gehabt hatten. Hier waren die Matches noch echt, und man duellierte sich mit seinen Mitspielern. Schließlkich hatte man ein Ziel vor Augen: Champion zu werden.

Vor einigen Tagen bin ich über einen Klassiker der Wrestling-Brettspiele gestolpert: Superstar Pro Wrestling aus dem Jahr 1984. Wenn es ein Spiel gibt, das auch Unkundige innerhalb von fünf Minuten in die schillernde Welt des Wrestling entführen kann, dann ist es dieses. Dabei geht es einen anderen Weg als etwa herkömmliche Wrestlingspiele. „Fortune at the beginning“ heißt das Zauberwort; die Spieler suchen sich einen von den mittlerweile Hunderten von Wrestlern aus (sie können, mit etwas mehr Erfahrung, auch Wrestler selbst machen) und würfeln, grundsätzlich mit zwei sechsseitigen Würfeln. Dann interpretieren sie das Würfelergebnis.

Der erste Wurf legt fest, ob der Wrestler in dieser Runde angreift (offensive card, OC) oder verteidigt (defensive card, DC).

Der zweite Wurf legt dann fest, welche Technik der Wrestler ausführt. Genau dieser Punkt ist es, der auch Wresting-Anfängern sofort ins Spiel zieht: Alles, was er wissen muss, sind die Techniken, die auf seiner „Action Card“ (=Charakterblatt) stehen. Das sind in der Regel zwischen 11 und 15 Wrestlingtechniken, also eine sehr überschaubare Zahl. Mit dem Technikwurf wird auch gleich die Punktzahl ermittelt, die der Wrestler für den Einsatz bekommt. Einer der Spieler schreibt auf, wieviele Punkte die Spieler so erwürfeln. Das ist zugleich auch der einzige Buchhaltungsaufwand für das Spiel.

Nochmal würfeln muss man etwa, wenn der Wrestler seine Spezialtechnik einsetzt oder wenn er versucht, seinen Gegner zu pinnen (einen Schultersieg zu erreichen).

Und so gibt einem das Spiel die groben Eckdaten vor (Techniken), und die Spieler spinnen dazu ihre Geschichte. Das System ist so unkompliziert, dass man ein dreißig-Minuten-Cage-Match mit mehreren Reversals und Pinversuchen ohne Probleme in zehn spannunsgeladenen Minuten hinbekommt. Normale Matches mit zehn, fünfzehn Minuten Dauer gehen entsprechend flotter vonstatten.

Und obwohl das Spiel ein reines Würfelfest ist, spiegelt es auf erstaunliche Weise korrekt das Wrestling wider, wie man es im Fernsehen sieht. Die Fangemeinde des Spiels haben verschiedene Zusatzregeln entworfen, die dem Spiel nötigenfalls etwas mehr Crunch geben.

SPW ist für mich eine glatte Zehn.


Eine Action Card.Posted by Picasa

So sieht eine Action Card aus. Links oben die General Card, die festlegt, ob der Wrestler angreift oder abwehrt. Darunter die Abwehrtabelle (Defensive Card). Rechts oben die Angriffstabelle (Offensive Card). Die Ropes-Tabelle legt fest, was der Wrestler macht, wenn er in die Seile geht, und die Specialty-Tabelle ist zuständig für die Spezialtechnik des Wrestlers.

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