Manöver in Risus

Mai 21, 2008 at 1:10 | In Uncategorized | 3 Comments
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Für manche Spieler ist der Spass am Würfeln der reine, unverstellte Spass, dem Gegner eins reinzuwürgen. Nicht, dass ich das abscheulich fände, immerhin bin ich seit 24 Jahren aktiver Vollkontakt-Kampfsportler. Wie alle grobauflösenden Spiele hat Risus hier einen Nachteil. Abhilfe schafft eine Regel, die ich schamlos von John Wicks wunderbarem „Discordia“ geklaut habe. Sie heisst:

Manöver.
Ein Spieler darf im Kampf vor dem Würfeln einen seiner Würfel weglegen. Dies repräsentiert ein mehr oder minder ausgefeiltes Kampfmanöver irgendeiner Art. Der Gegner würfelt normal — und muss dafür vor seinem nächsten Wurf einen Würfel weglegen.

Risus. Ohne Addition.

Mai 20, 2008 at 4:14 | In Uncategorized | 8 Comments
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Naja. Fast ohne.
Risus ist ein schoenes Spiel, in seiner Einfachheit angelehnt an das fantastische Prince Valiant von Grossmeister Greg Stafford. Einziges Manko ist die ewige Zusammenzaehlerei der Wuerfel. Im Risus Companion gibt John Ross einige Alternativen an, etwa die, nur den hoechsten Wuerfel zu zaehlen. Was dann schon fast wieder original Prince Valiant ist.

Eine ungleich coolere Loesung bietet Lars Erik Larsen auf seiner Homepage an, wobei er sie gezielt auf seine 2. Weltkrieg-Kampagne ausgerichtet hat. Ich moechte sie gerne als allgemeine Regelalternative vorstellen.

1) Anzuwenden ist sie auf „Opposed Conflicts“, also auf Auseinandersetzungen, bei denen zwei Parteien gegeneinander wuerfeln.
2) Jeder Spieler wuerfelt und zaehlt nur den hoechsten Wuerfel oder alle Wuerfel, die das hoechste Wuerfelergebnis zeigen. Hier muss addiert werden. Kommt aber nicht oft vor.
3) Der Spieler mit dem niedrigeren Ergebnis verliert einen Klischee-Wuerfel.
4) Fuer haertere Spiele (also das, was manche als „realistischer“ bezeichnen) gilt die Regel: Sobald das Ergebnis eines Spielers mindestens doppelt so hoch ist wie das das Gegners, verliert der Gegner 1w6 Klischeewuerfel.

Zur Illustration:
Spieler A spielt eine „Fiese Sau fuer eine Risus-Demo (4)“, Spieler B spielt einen „Beispieldeppen zur Erlaeuterung einer Hausregel (3)“.
A wuerfelt: 2,3,6,6. Das hoechste Ergebnis auf einem Wuerfel ist 6, und die 6 kommt gleich zweimal vor. Spieler A addiert also die beiden Sechsen, Ergebnis: 12.
B wuerfelt: 1,2,3,3. Das hoechste Wuerfelergebnis ist die drei, und die kommt zweimal vor. Spieler B addiert die beiden Dreien, Ergebnis: 6.
Nach den „normalen“ Risus-Regeln verliert nun der Charakter von Spieler B einen Wuerfel.

Verwendet man die „haerteren“ Regeln, vergleicht man die beiden Ergebnisse: Spieler A hat 12, Spieler B hat 6 Punkte. Das bedeutet, A hat ein doppelt so hohes Ergebnis und darf 1w6 wuerfeln. Er schafft eine 5 –> und der Charakter von Spieler B verliert 5 Klischeewuerfel. Ein klassischer One Punch Knockout. Oder eben ein toedlicher Treffer mit dem Schwert. Oder der Pistole.

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